(Von Daniel Witte)

Vorgestellt werden soll ein simples System um Rüstholz für (schwere) Verkehrsunfälle mitzuführen bzw. vorzuhalten.

Als Material wird Konstruktionsvollholz in den Abmessungen 10x10cm verwendet. Um beim Unterbau flexibler zu sein werden ebenfalls Keile aus dem 10er Kantholz geschnitten, sowie einige Kanthölzer zu 10x5cm geschnitten. Die Länge der Hölzer beträgt 50cm

This simple system provides cribbing material for (heavy) rescue situations. The timber used is 10x10cm (close to 4’x4′). For added flexibility, some of the timber is cut as wedges as well as half height, ie. 10x5cm.

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Hier mal ein Video zum Thema 800kg-Greifzug (Bestandteil einer HLF-Kiste), und vor Allem wie dieser schnell und nur von einer Person zu setzen ist.

This video shows how a TU8, 800kg-Tirfor can be prerigged to be set in no time.

 

Die Rotek aus diesem Video sind übrigens inzwischen ausgemustert – ganz klar keine Kaufempfehlung.

Ich glaube, die endgültige Stufe der Perfektion ist erreicht. Musste man den Spanngurt bislang noch durch den Bügel ziehen, so geht’s nunmehr ganz ohne „haken“. Hier also die Bedienungsanleitung des TripleR (Rakemans Rapid Ratchet).

Im Ernst: so lassen sich im Einsatz 2 Minuten Aufbauzeit pro Gurt sparen. Golden Hour of Shock?

The final version of the TripleR, which stands for Rakemans Rapid Ratchet :-) It allows for immediate deployment and saves around two minutes setup time per belt.

Hier nochmal in Bild:

In Deutschland noch nicht so verbreitet, in anderen Ländern hingegen schon: beim Arbeiten mit einer Winde wird ein Gewicht – z.B. in Form einer Decke oder Jacke – auf das Seil gebracht. Hintergedanke ist, dass das Gewicht ein Seil beim Abriss abfängt, oder zumindest Richtung Boden drückt, und somit zusätzliche Sicherheit für die Bedienmannschaft bringt.

Uncommon in Germany, but widely practiced in other countries: placing a weight on a winch cable, usually in form of a blanket or jacket. The idea is, that this dead weight adds safety to the crew by either catching a snapped rope, or at least pushing it towards the ground.

Endlich Zeit genommen, um erste, einfache Versuche zu unternehmen und langsam an das Thema heranzugehen. Hierzu haben wir heute drei Durchgänge gemacht: zweimal mit dem 800kg-Greifzug, einmal mit der mittelgrossen Version (1,6t).

Finally, we found time to run a few basic tests to approach this topic. We did three tests, two with the small 800kg winch, one with the larger 1,6t version.

Hier sind die Resultate: Here are the results:

Zunächst einmal: ich hätte mir etwas mehr „Gewalt“ vorgestellt, aber bei allen Versuchen verhält sich das Seil deutlich weniger gewalttätig als erwartet. Die große Erkenntnis aber zwischen Versuch 1 und 2: Die Decke bringt richtig viel!

I really though a snapped cable would show more extreme behaviour, but as an be seen, it sort of drops to the ground. The main lesson learned though can be seen in tries 1 and 2: adding a dead weight indeed makes a tremendous difference.

Viel mehr ausser dieser Erkenntnis möchte ich jetzt auch nicht mitteilen – es müssen noch weitere Tests in verschiedenen Aufbauten (LÄnge, Position der Decke, MZ32 usw.) gemacht werden, aber für den Anfang schon mal aussagekräftig. Decke drauf!

I won’t communicate much more than this basic recommendation to place a blanket or jacket on a winch cable. There are plenty more setups to be tested, but this is a pretty good start.

(Scroll down for English version) So, endlich konnte ich mir selber einen lang gehegten Wunsch erfüllen: eine einfache Möglichkeit, das nötige Zuggewicht beim Bewegen von Fahrzeugen auszurechnen, sowie Berechnungen bei Arbeiten mit der Winde. Herausgekommen ist diese Vorlage, die ihr hier als PDF herunterladen könnt:

Seite 1: Berechnung des nötigen Zuggewichts

Seite 2: Tabellen und Hilfsmittel

Das Ganze könnt ihr ausdrucken, laminieren und in die Kiste mit dem Greifzug (bzw. im Fahrzeug mit Winde) mitführen. Die Vorlage ist „public Domain“, das heisst ich verzichte völlig auf Urheberrechte, sie kann somit weitergenutzt werden.

Relevante Inhalte gibt es im Internet zuhauf, ich habe sie lediglich feuerwehrgerecht komprimiert. Sehr zu empfehlen beispielsweise Winching Operations in Forestry (PDF) oder FEMA Structural Collapse Rescue Technician: Lifting and Rigging (PDF).

Sollte es Kritik, Anregung oder sonstiges Feedback geben, jederzeit gerne über das Kontaktformular.

Finally I’ve managed to produce this template for winching operations. This should help you calculate loads when moving a vehicle, as well as general load calculation during winching operations. The idea is to print it out, laminate it and put it in the box with the winch – within Emergency services usually a Tirfor type. Here’s the English version of the PDF:

Page 1: Load calculations

Page 2: Tables and tips

All contents are available in a multitude of publications. I’ve found particularly useful:  Winching Operations in Forestry (PDF) or FEMA Structural Collapse Rescue Technician: Lifting and Rigging (PDF). Note this publication is public domain, ie. you are welcome to process and modify it. Comments, feedback are always welcome.

 

Erdanker

Mit der erfolgreichen und mehr als erfreulichen Ersteigerung eines Dynamometers auf eBay sind wir nun in der Lage, auftretende Kräfte an Zugsystemen zu messen. Eine erste Erfahrung konnten wir beim Big Lift-Workshop bei der Feuerwehr Sattledt (durchgeführt von Scheureder) sammeln.

We purchased a Dynamometer, which allows us to measure forces on a winch. In this case, we were able to measure the strength of a ground anchor consisting of four spikes in gravel. It collapsed at around 800kg (see video below), or 400kg (factor 2:1) or 200kg (factor 4:1).

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Hier ein weiterer Tipp aus der Erfahrungskiste: Frostgefahr beim Einsatz von Hebekissen. Entweichende Druckluft wird kalt, sehr kalt. Je mehr Druck, je länger der Fluss, desto extremer das Phänomen. Eine ganz gute Erklärung dafür ist hier zu finden.

Die Praxis: Das Phänomen ist beim Einsatz von Hebekissen ab der 30-Tonnen-Klasse kritisch. Dies entspricht bei 8-bar-Kissen einem Volumen von ca. 400 Liter. Das Ganze ist Wetterunabhängig, trifft somit sowohl im Hochsommer als auch im Winter auf.

Wird das Kissen rapide gefüllt, kühlt die Luft so sehr ab, dass das System gefährdet wird. Insbesondere Druckminderer mit Membran (also fast alle) können vereisen. Als nächstes – je nach Hersteller – hakt es bei den Sicherheitsventilen, insbesondere wenn sie ansprechen, können sie einer offenen Position stecken bleiben.

Im Bild oben ein Druckminderer mit Kolben nach dem Durchlass von 2.300 Liter Luft (10-Tonnen-ND-Kissen), die Vereisung ist gut zu sehen.

Gegenmassnahmen sind eher schwierig – insbesondere sollte die Luftquelle (Druckluft) möglichst trocken sein, damit nicht auch noch Flüssigkeit gefriert. Ansonsten das eigene System unbedingt in Extrembedingungen (hoher Durchlass) antesten um zu sehen, ob Teile betroffen sein könnten. Dabei möglichst nicht die Kissen auffüllen, sondern einfach „ausblasen“. Und, wenn grosse Kissen vorhanden sind, auf Kolben-Druckminderer umsteigen (müssten die meisten Hersteller im Angebot haben).

Released compressed air freezes very quickly. In the context of using airbags, frost endangers your entire system. Out of experience, this phenomenon can occur with bags starting in the 30-ton range, or a volume of about 400 litres.

Usually, a membrane type regulator will freeze up first, followed by the safety valves. In particular if there is humidity involved, your entire operation could be put at risk.

The compressed air should be as dry as possible. Then, run a test with your equipment, with a really high throughput of air. See if anything freezes up (just use an open hose, don’t attach a bag). Finally, consider a piston type regulator as in the picture above.

Bus unterseite

Kleines, aber feines Detail aus dem letztwöchigen Tung Redning (Heavy Rescue)-Kurs in Norwegen. Daniel hatte diese Idee aus USA mitgebracht (s. unten) – „Versteifen“ des Hinterachs-Zwillings mit Keilen und Hölzern. Rad gibt weniger nach, das Konstrukt is stabiler.

Small but useful detail we were able to put to practice last week in Norway. Daniel had seen this method in the US, making twin tire more stable by inserting some wedges and cribbing in and around, as seen below.

Bilderstrecke von der Ausbildung hier. Images from the training to be found here.

Manchmal muss man auch einfach mal Glück haben um an das richtige Foto zu kommen.

So hier, als es darum ging, einen eingeklemmten LKW-Fahrer übungsmässig zu befreien. Was man sieht: Die Kabine sitzt auf beiden Seiten auf Stützen, eingespannt mit Spanngurt (dieser möglichst parallel zur Stütze). Zudem ist vorne das Dach der Kabine abgestützt, da beide A-Säulen geschnitten werden.

Lucky break, we were able to generate this picture that shows a truck cabin stabilisation for extrication of the driver. The cabin is sitting on two struts, two ratchet belts pulling it down. Further, there is a strut at the front holding up the roof, as both A posts were cut.

Hier sieht man ganz gut, wozu so eine Dreipunktstabilisierung gut ist: wenn das Auto sich längs bewegt. Auf ebenem Asphalt eher witzlos, aber bei Nässe und Neigung (z.B. Böschung) ist das was anderes. Mehr über Zwei- und Dreipunkt, Pyramiden gibt’s hier nachzulesen.

This is what a three point stabilisation is good for: if a vehicle needs to be stabilised on an embankment on a rainy day, it might move laterally. More infos on stabilisation to be found here.

Vielen Herzlichen Dank an das TRT der FF Günding!