Hebekissen: Leiterbock

Hier ist eine kleine, aber sehr feine Übung mit Hebekissen: es gilt, ein Tisch mit daraufgestelltem Leiterbock und Eimer Wasser anzuheben und unterbauen bis a) alles umfällt oder b) Unterbaumaterial zu Ende ist. Dabei darf der Bediener nicht hinschauen: entweder er guckt in die andere Richtung, oder er ist in einem anderen Raum.

Man wiederholt bzw. lernt nicht nur den Einsatz des Geräts, sondern es kommt auch auf Kommunikation und Befehlsgebung an, Teamwork, Einsatztaktik. Und deckt gnadenlos vorhandene Mängel auf, insbesondere wird der zeitliche und organisatorische Aufwand, zwei Hebekissen in Stellung zu bringen, gerne unterschätzt.

Eignet sich prima als Winterbeschäftigung in der Halle. Variationen gibt es zur Genüge, beispielsweise bei vorhandenem Gerät zwei Teams gegeneinander antreten zu lassen.

Übrigens nicht von mir, das haben wir bereits Anfang der 90er in meiner Wehr so beübt. Im Rahmen der Hebekissenmodule in der „Lift“-Ausbildung ist das ein vorzüglicher warm-up.

This is a nice little practice involving lifting airbags. The goal is to lift and crib a plate with a ladder on it, with a bucket full of water placed on top. The practice is over when either the bucket falls over or cribbing material is finished. The operator must face in the other direction, or be placed in another room – he is not allowed to see the object being lifted.

This is not only about product familiarisation, but also about teamwork, communication and tactics. It is well suited as indoor winter practice. It also serves to undertand that time and resources are needed to set this up, and helps expose weaknesses in knowledge, training, etc.

There are many variations to this, including having two teams race each other. I usually run this as a warm-up for the airbags module in training.

Grundübung "Taktik Hebekissen"

Bus auf Stelzen

Wie sehen vier Tage Heavy Rescue Ausbildung aus? Kommt auf die Gegebenheiten und die Möglichkeiten an, auch auf die Wünsche des Kunden. Hier ein kurzer Einblick in eine schöne, intensive Woche an der frischen Luft.

Die Module sind so konzipiert, dass sie einen roten Faden folgen. Grob beschrieben: Grundlagen, Teamwork, Heben, Sichern, Bewegen von Lasten hin zu komplexen Abläufen mit Schwerlast.

Bilder hier.

Here’s a short look at four days of Heavy rescue Training. the curriculum depends on the clients‘ wishes, as well as available infrastructure and equipment.

The modules follow a logical storyline: Groundwork, Teamwork, Lifting, Securing, Shifting and ends up with working with heavy loads in complex situations.

Images to be found here.

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Wir – das ist das bayerische @fire-Team 3-71 – beschäftigen uns am 6.4. und 7.4. mit Abstütztechniken. Da wir das Ganze selbst (quer-)finanzieren dürften, bieten wir vier externe Plätze für jeweils €50.- an.

Interessant ist das hauptsächlich für Rüstwagen-Feuerwehren (siehe Baustützen), aber das Thema ist ehrlicherweise wirklich für jeden relevant, und ansonsten logischerweise für Aktive des THW. Sicher ist die Wahrscheinlichkeit, im Einsatz abstützen zu müssen, verschwindend gering aber nicht gleich null.

Vielmehr hat man eher etwas davon, über den Tellerrand zu blicken, und ansonsten einen wirklich guten Tag mit Holzbearbeitung zu verbringen. Abstützung zu bauen kann mitunter wesentlich kniffeliger sein, als Bilder das vermuten lassen.

Nun zum Praktischen: wir treffen uns am Freitag Abend (6.4.) auf dem Gelände der UniBW in Neubiberg. Es ist ein Vortrag über Grundlagen der Abstützung vorgesehen. Samstag 7.4. ist dann rein praktisch – nach Plan wollen wir die „klassischen Figuren“ bauen: Strebstütze, Stützboch, Einzelstütze, Schwelljoch, Horizontal- und Schrägabstützung.

Wäre klasse, wenn wir die verfügbaren Plätze auffüllen könnten. Am einfachsten hier über die Kontaktseite. Dann mal los! Wenn ihr übrigens von etwas weiter anreisen wollt, können wir uns sicher um Unterbringung kümmern.

Hier ist eine Bilderstrecke von der letzten Veranstaltung.

 

Die Termine für Trench Rescue in Heppenheim (HE) stehen nun fest: am Dienstag, den 15. und Mittwoch, den 16. Mai finden jeweils eintägige Seminare im Vorgehen bei Tiefbauunfällen statt. Genauere Informationen kommen noch, aber die Termine sind schon mal verbindlich.

Eine Beschreibung des Kurses ist hier zu finden, Anmeldung über das Kontaktformular auf der Seite. Kosten sind €99.- pro Person (inkl. MwSt und Mittagsverpflegung)

Infos über das Vorgehen bei Trench nach US / UK sind hier zu sehen, und hier ist eine Bilderstrecke.

So langsam nehmen die Ausbildungsformate Form an. Einen möchte ich noch testen, und zwar am 1.10. in Haar bei München: der „Rescue Boot Camp“ (Englisch ausgesprochen :): Das „Grundhandwerk“ der technischen Rettung: Grundausbildung Ziehen und Heben mit Kissen (LiftCamp)

Feuerwehren führen einiges an Material mit, doch oft kann eine Auffrischung des „Grundhandwerks“ nicht schaden: so geht es an diesem Tag um das Ziehen und Heben von schweren Gegenständen ohne motorisierte oder Hydraulikgeräte.

Mit Hilfe von Holz, Rollen, Anschlagmitteln, Spanngurten, Greifzug etc. werden tonnenschwere Betonklötze bewegt und gehoben. Es werden vorhandene und künstliche Fixpunkte, beispielsweise Erdanker oder Fahrzeuge, benutzt. Mit einem 7-Tonnen-Anhänger wird die „Qualität“ der gesetzten Erdanker unter Beweis gestellt.

Der Kursteil „Hebekissen“ stellt die unterschiedlichen Geräte vor, geht auf Vor- und Nachteile ein, Taktik und Technik, und soll auch die Grenzen dieser Geräte aufzeigen, beispielsweise indem man absichtlich „große Dinge umkippen“ lässt.

Schliesslich werden – bei verfügbarer Zeit – noch einfache 3:1-Flaschenzugsysteme gebaut.

Wichtiger Bestandteil dieses Camps ist Taktik und Teamwork – so werden Übungen eingebaut, die sehr viel Koordination, Geschick und Kommunikation erfordern.

Die Teilnahmegebühr beträgt €75.- (Einführungspreis) inkl. MwSt. (teilnehmer bringen ihr eigenes Mittagessen mit). Maximal 15 Teilnehmer.

Ein Teil des Erlöses geht an @fire.

Die Veranstaltung findet nur bei ausreichender Teilnehmerzahl statt. Anmeldung hier

Hier könnt ihr Euch für die Webinare anmelden.

Danke für das Interesse! Die Webinare sind auf 100 Teilnehmer begrenzt. Es gibt keine Garantie auf Teilnahme, wir behalten uns die Selektion der Teilnehmer vor damit möglichst viele etwas davon haben. Die Einladung erfolgt vorab per Mail aus dem Webex-System heraus. Bitte schaut auch in den Spam-Ordner, ob die Einladung nicht dort gelandet ist. Hat Euch das Webinar gefallen? Habt ihr Kritik, gerne möglichst Konstruktiv? Bitte als Mail an webinar-feedback@heavy-rescue.de Bei sonstigen Fragen, Anmerkungen gerne über unser normales Kontaktformular
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Der Terminkalender wurde nun aktualisiert.

Big Lift / Unterfahrunfall: zwei neue ganztägige Termine am Ausbildungsstandort Haar / München, und zwar am 19.03. und 15.4. Infos zu diesem Kurs hier. Teilnahmegebühr ist €200.- pro Teilnehmer und €100.- für jeden weiteren aus der gleichen Wehr. „Sammelbestellungen“ über Landkreis usw. auch gerne möglich. Anmeldung über das Formular auf der Infoseite.

Anhand der Erfahrungen aus dem letzten Jahr ist das LiftCamp nun eine mehr oder weniger „offizielle“, dreistündige Ausbildung an Hebekissen – hier werden Grundlagen gelegt, alle möglichen Dinge ausprobiert, die man insbesondere mit dem eigenen Gerät vielleicht nicht so gerne machen würde, und teilweise über die Grenzen hinausgegangen, um zu sehen wie sich Lasten verhalten. Infos hier. Bis zu diesem Termin sollte planmässig auch ein Seecontainer zur Verfügung stehen. Die Kursgebühr beträgt €20.- pro Teilnehmer. Anmeldung hier.

In Neuwied / Koblenz stehen dieses Jahr vier Big Lifts an, Veranstalter ist Schmitt Feuerwehrtechnik.

(Description below in English) Kommt es zu einem Unterfahrunfall bei dem wir tätig werden müssen, arbeiten wir – wie bei fast allen Einsätzen – gegen die Zeit. Kritisch ist die Auswahl des richtigen Geräts. Hier kommen drei Faktoren zum tragen:

Die Hubkraft muss stimmen. Knackpunkt sind oft die 10 Tonnen, das ist das Limit der klassischen hydraulischen Geräte wie Rettungszylinder oder Büffelwinde. Muss ich weniger als 10 Tonnen heben, sind diese Geräte eine Option. Sind es mehr, so bleiben eigentlich nur noch Hochdruck-Kissen übrig. Aus diesem Grund gehört das Einschätzen des Gewichts ganz klar zur Erkundung. Die Last auf der gesamten Dreifachachse eines Sattelzugaufliegers kann zwischen 5 Tonnen und 21 Tonnen liegen, je nach Beladung. Dann müssen wir noch den Winkel in Betracht ziehen, der Auflieger ist nicht komplett auf dem PKW, sondern eigentlich nur mit der linken Hälfte. Ergo lasten in diesem Beispiel auf dem PKW zwischen 2 und 8 Tonnen, ein hydraulisches Gerät kann also grundsätzlich in Betracht gezogen werden – insofern im Bereich der Achse angesetzt wird.

Der Ansatzpunkt für das Hebegerät ist schon eher tricky. Wo setzt man an, und ist das Gerät dafür ausreichend dimensioniert? Ein hydraulisches Gerät an einer Achse ansetzen ist ein no-go. Gerade mit Luftfederung muss man richtig weit nach oben drücken, um überhaupt etwas zu erreichen, und ohne „abhauen“ wird’s schwer möglich sein. Es bleibt eigentlich nur der Rahmen. Nachteil der Hydraulik: man muss am Gerät bedienen, ist bei einem Hebevorgang unter Umständen unter der Last. Was auch zu beachten ist: wählt man einen Ansatzpunkt vor dem PKW, steigt die erforderliche Kraft sehr schnell an, so dass die 10 Tonnen Hubkraft unter Umständen nicht mehr ausreichen.

Und schließlich: wie und wo unterbaue ich? Auch hier ist es nicht so einfach, einen Ansatzpunkt zu finden, also Platz um beispielsweise einen Kreuzholzstapel zu bauen, der auch noch stabil bleiben soll. Wir erinnern uns: maximal 1 Meter! Hier sieht man auch, warum es eminent wichtig ist, ausreichend Rüstholz mitzuführen.

Empfehlung: seht Euch die Bilder genauer an, und besprecht das bei Euch – wie würdet ihr in diesem Fall mit dem Euch zur Verfügung stehendem Gerät vorgehen?

Diese Bilder verwende ich mit freundlicher Genehmigung der Feuerwehr Weinsberg in der Ausbildung, weil man gerade diese Problematik sehr schön illustrieren kann. Teilnehmer tendieren oft zu verallgemeinern, typische Aussagen sind: „dann hebe ich den LKW an“ – OK, aber ich will’s schon ganz genau wissen: eben wo und womit und wieviel.

Zum Unfall selbst: Hier geht’s zum Einsatzbericht der Feuerwehr Weinsberg. Der LKW war unvermittelt aus der Spur gefahren und dem Ford einfach drüber – der Fahrer kam mit „mittelschweren Verletzungen“ davon – Glück gehabt.

Dies ist übrigens der „Standardeinsatz Big Lift“. Vorgabe in der Ausbildung: Anheben des LKW um ca. 40cm, mit Ausrüstung die im HLF mitgeführt werden könnte, mit einer Gruppe, innerhalb von 15-20 Minuten.

This example illustrates the problems encountered in the case of an underride, in which the Fire Services must perform a Big Lift to extricate the driver of the car. Focussing on the lift itself, we have three issues to consider: first, which tool are we going to use for the lift? We need to know how much weight we want to lift, as this will also determine which tool is suitable. Hydraulics unsually allow us a lift of 10 tons, beyond this we will have to consider high pressure airbags.

Second, where do we place the lifting mechanism? Rams have a smaller footprint than airbags, but we can’t use them at the axles as these travel and are inherently unstable, so we are left with the frame of the trailer. If we set our ram in front of the car, then the weight to be lifted will increase dramatically.

Third, where do we use stabilisation, usually in the form of cribbing? If we are to build a crib stack, we need to understand where to place it, how much place it will take and the big question is: do we have enough cribbing material with us?

Erfreulicherweise habe ich endlich den Aufenthaltsort meiner vermissten Bilder vom Big Rig Rescue – Kurs im Juni 09 ausfindig gemacht. Diese Lage war besonders beeindruckend. Letztendlich gar nicht so übel, sah aber wüst aus.

Zu sehen: Schulbus auf Seite, LKW dachlings auf Seite vom Bus, PKW unterm LKW. Ziel: unter dem Bus drei Personen eingeklemmt, zweimal dachlings, einmal unter den Rädern. Tricky war das Anheben ohne Patienten zu zerdrücken. Klick für größere Ansicht

Die aktuelle Folge von „Fire Call“ handelt im ersten Teil von Urban Search & Rescue, natürlich mit vernünftigen Kissen + Stützen :)  – auch sonst interessant. Danke an Christian für den Hinweis.

Horizonterweiterung im weitesten Sinne: ist dieser bei Tiefbau und Einsturz naturgemäß etwas eingeschränkt, kann man bei der Höhenrettung doch etwas mehr Weitblick haben.

Ich hatte das Vergnügen, drei volle Tage bei einer „Einführung“ mit dabei sein zu dürfen – hauptsächlich aus beruflichen Gründen, denn beispielsweise bei Ein- oder Zweibein werden gern Seilzugsysteme verwendet.

Abgesehen davon, dass keine Achterbahn der Welt das Gefühl beim Übersteigen im 7.OG nachstellen kann, geht es auch vor Allem um Mitdenken und Kreativität wenn es um besagte Seilzugsysteme geht. Dies war nun wirklich Bewusstseinserweiternd. Dann geht es natürlich auch um Vertrauen in das selbst oder von den Kameraden gebaute, und gemeinsam geprüfte System.

Kurzum, das war so richtig gut, und auch vielen Dank an das Ausbilderteam, und Gruß an die anderen Teilnehmer – war wiklich eine Freude, und man weiss ja nie, ob und wie man wieder zusammenkommt. Euch auf jeden Fall eine gute und sichere Zeit im Höhenretter-Job!

Oben im Bild sieht man übrigens einen Hauch dieser erforderlichen Kreativität: Abseilen vom Balkon ohne die Kupfer-Regenrinne zu beschädigen: Plastikkoffer als Absctandhalter. Hat wunderbar funktioniert. In dieser Übung: Abseilen einmal passiv einmal aktiv (Fahrleine passiv, Retter steuert): Aufnahme des zu Rettenden ein Stockwerk tiefer, fahren bis ganz unten. Aufnahme aus dem 6.OG.