Wir – das ist das bayerische @fire-Team 3-71 – beschäftigen uns am 6.4. und 7.4. mit Abstütztechniken. Da wir das Ganze selbst (quer-)finanzieren dürften, bieten wir vier externe Plätze für jeweils €50.- an.

Interessant ist das hauptsächlich für Rüstwagen-Feuerwehren (siehe Baustützen), aber das Thema ist ehrlicherweise wirklich für jeden relevant, und ansonsten logischerweise für Aktive des THW. Sicher ist die Wahrscheinlichkeit, im Einsatz abstützen zu müssen, verschwindend gering aber nicht gleich null.

Vielmehr hat man eher etwas davon, über den Tellerrand zu blicken, und ansonsten einen wirklich guten Tag mit Holzbearbeitung zu verbringen. Abstützung zu bauen kann mitunter wesentlich kniffeliger sein, als Bilder das vermuten lassen.

Nun zum Praktischen: wir treffen uns am Freitag Abend (6.4.) auf dem Gelände der UniBW in Neubiberg. Es ist ein Vortrag über Grundlagen der Abstützung vorgesehen. Samstag 7.4. ist dann rein praktisch – nach Plan wollen wir die „klassischen Figuren“ bauen: Strebstütze, Stützboch, Einzelstütze, Schwelljoch, Horizontal- und Schrägabstützung.

Wäre klasse, wenn wir die verfügbaren Plätze auffüllen könnten. Am einfachsten hier über die Kontaktseite. Dann mal los! Wenn ihr übrigens von etwas weiter anreisen wollt, können wir uns sicher um Unterbringung kümmern.

Hier ist eine Bilderstrecke von der letzten Veranstaltung.

 

Endlich gefunden! Hier der Link zu einem PDF mit den Tests zur Belastbarkeit von 10er Kantholz (C16) in drei verschiedenen Konfigurationen: dem T-Spot Shore (Lotrechte Stütze), dem Laced Post Shore (Deutsche Version mir unbekannt – ist eine Säule) sowie dem Crib Stack (Kreuzholzstapel).

Im Einzelnen: alle drei Formen haben zwei wichtige Belastungsdaten: die festgelegte sichere, zulässige Last, die Brechlast (ich nenne das einfach mal so) – das ist die Last, unter der das Holz merklich zu „arbeiten“ anfängt – das sind Verformungen, Knarzen usw. Ab diesem Punkt kann das Gebilde als nicht mehr sicher betrachtet werden.

Idealerweise sollten diese beiden Lasten weit auseinander sein. In anderen Worten: ich muss weit über die zulässige Last gehen, bis meine Konstruktion nachgibt. Die genauen Messwerte und die Physik dahinter kann man im Dokument nachlesen. Die für uns relevanten Werte:+

  1. T-Spot Shore: maximale Höhe: 2,5 Meter, maximale Belastbarkeit: 2,5kN. Brechlast: 5kN
  2. Laced Post Shore: maximale Höhe: 5 Meter, maximale Belastbarkeit: 10kN. Brechlast: ca. 30kN

Beim Crib Stack ist das schon etwas anderes: normalerweise heisst es, die maximale Höhe beträgt das dreifache des Fussabdrucks. Bei einer Kantholzlänge von 1m wäre das ein Kreuzholzstapel von ca. 3m Höhe. Was die Tests ergaben: die zulässige und Brechlast liegen sehr eng beieinander. In anderen Worten: der Stapel kollabiert plötzlich.

Die maximale Höhe eines Kreuzholzstapels wurde auf 1 Meter festelegt – dem Dokument nach geht es dabei primär um die Abstützung von Gebäuden. Wenn es mehr als ein Meter geht, werden also alternative Gebilde, beispielsweise T-Spot, double Spot, n-spot, oder Laced Post eingesetzt.

Hier ein double T-Spot

Und ein Laced Post, nicht mit 4, sondern mit 6 Stützen.

Die aktuelle Folge von „Fire Call“ handelt im ersten Teil von Urban Search & Rescue, natürlich mit vernünftigen Kissen + Stützen :)  – auch sonst interessant. Danke an Christian für den Hinweis.

Auf dem iPhone eine App-Gruppe zum Thema Feuerwehr und USAR angelegt. Neuester Zukauf für 0,00€: Right Angle. Genial wenn es um die Länge der Abstützung geht.