Gruppenfoto Feuerwehr Rodgau in Abensberg

Im Rahmen der Beschaffung des neuen GW-L/TH hatten wir das Vergnügen, zwei Ausbildungstage „THL Schwer“ mit der Feuerwehr Rodgau durchzuführen. Das Ganze auf dem neuen Übungsgelände der Feuerwehr Abensberg (LK Kelheim).

We had the pleasure of running two days‘ worth of Heavy Rescue training with the Rodgau FD and their new rescue truck. This was held at the new training grounds of the Abensberg Fire Department.

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Anfang Juli waren drei Mitglieder des Heavy Rescue Team Germany in Polen zu Gast an der Feuerwehrschule in Poznan. Der Kontakt kam vor einiger Zeit via OSP Mosina zustande, eine Freiwillige Feuerwehr ca. 10 km südlich von Poznan. Spezialität: Schwere Technische Rettung.

So standen außer dem Spaß der Austausch von Erfahrungen sowie gemeinsames Abarbeiten von Lagen im Vordergrund. Zudem hatten wir das Vergnügen, einen Blick in die Ausbildung sowie dem System der Feuerwehren in Polen zu werfen, und auch die Stadt und Umgebung ein wenig kennen zu lernen. Das Resultat waren drei außergewöhnliche Tage. Wir haben viele neue Ideen und ganz viele schöne Erinnerungen mitgenommen. Nachfolgend einige davon.

Three members of the Heavy Rescue Team Germany were guests at the State Fire School of Poznan, Poland. The contact was established through OSP Mosina, a volunteer fire service specialised in Heavy Rescue. The aim was not only to exchange knowledge and perform some training, but also to have some good fun with like-minded firefighters. We had a fantastic time, came back with plenty of new ideas and loads of fond memories. Following are some of our experiences.

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Hier mal ein Paar Eindrücke aus Schweden. Der Tank ist mit ca. 1,80m nicht besonders hoch, ist aber super geeignet um das Prinzip des Basketing vorzuführen. Das ist nichts mehr als eine Kette, die unter dem Tank gespannt wird. Dazu noch ein seitliches Festhalten (hier mit Bandschlinge durch die Multibase), war aber in diesem Fall gar nicht nötig. Gewicht des Tanks; geschätzt 1 Tonne, also ein 500kg-Lift.

It’s only a showcase, but it’s perfect for demonstrating the principle of Basketing. Slinging a chain from stru to strut under the load to be lifted.

Beim Lift muss in allen sechs Richtungen gesichert werden, und zwar über den gesamten Lift hinaus. Sechs Richtungen? Vorne, hinten (längs), oben, unten (vertikal) sowie rechts und links (seitlich). Hier ein schönes Beispiel mit einem nicht ganz einfachen Objekt. Die Trommel ist halb mit Beton gefüllt, insgesamt so bei ca. 12 Tonnen.

Übrigens auch ein gutes Beispiel dafür, wie man Ketten einsetzen kann. Wir hatten damals die Trommel so angehoben, dass der PKW zumindest frei war.

Der eigentliche Lift vorne war mit der mittleren Stütze erfolgt, an der ein Hydraulikkolben angebracht war. Gut zu sehen: PKW herausziehen wäre kaum möglich gewesen. Dafür müsste die Lift-Stütze entfernt werden, das ist weniger das Problem. Problem sind eher die Spanngurte – weil das eine Teerdecke ist, wurden diese angebracht.

Im Realeinsatz müsste man mit Bohrhammer arbeiten und Erdnägel bzw. Schnureisen setzen.

This is an example showing the necessity to secure the object in six directions: up, down, back, front, left and right. It also showcases the use of chains („basketing“). The lift was achieved with the central strut, using a 10 ton hydraulic ram. If the car was to be moved, we would have to do without ratchet belts. The only alternative would then be to perforate the ashpalt and work with ground anchors.

Weiter geht’t mit dem Basketing. Basketing ist die Stabilisierung mittels Ketten. Die einfachste Variante ist das Verbinden zweier völlig symmetrischer Stützen mit einer Kette, in die das Objekt „fällt“ und gehalten wird. Zunächst der „klassische“ Aufbau der Kissen mit Unterbauholz, und Primärstabilisierung mit den grauen Stützen auf Rahmenhöhe. Anschliessend Tausch der Stabilisierung mit den Longshores, Multi-Base-Kopf und eben den Ketten.

So wie jedes System, hat dieses Vor- und Nachteile. Zunächst muss für diese Form des Einsatzes von Ketten das Objekt ziemlich Waagrecht sein. Logisch, denn nunquam dormitat gravitatis, Erdanziehung schläft nie :) Das Objekt wird sich immer auszurichten versuchen, und das muss man immer voraussehen, sonst geht das schief.

Auf der praktischen Seite ging es darum, die Stabilität des Systems zu prüfen. Hier mit einem ausgiebigen Rütteltest:

Heavy Rescue: Basket Shaking from Irakli West on Vimeo.

Bilderstrecke von der heutigen Arbeit hier bei Flickr.

Weiter geht’s mit der „Kettenarbeit“: gestern in Waldeck / Sachsenhausen (- Deutschlandpremiere! -) probiert, den oberen PKW mit Ketten zu stabilisieren und zu heben, ergo „Basketing“. Fazit: PKW ist ein bisschen weniger als LKW, was Gewicht angeht, aber mindestens genauso spannend.

Primär ging’s ums ausprobieren. Praktisch gesehen wäre dieser Fiesta recht leicht zu entfernen gewesen: 2-3 Mann mit Steckleiter unters Heck, weitere 2 die das Ding seitlich wegschieben. Ich wollte wissen, wie die Ketten sich machen. Fazit: gut, solange das Fahrzeug gerade liegt. Ging sogar recht problemlos. Als nächstes müsste man mit etwas schwereren Fahrzeugen testen, aber zum Einstieg war das hier absolut ideal.

Bewährt hat sich übrigens der Dynapac-Hydraulikkolben, mit dem man in Verbindung mit einer Stütze recht einfach einen guten Ansatzpunkt fürs Heben findet.

Super vielen Dank nach Sachsenhausen, insbesondere an das TRT. Hier Bilder, Infos vom TRT und ein Paar Bilder von mir auf Flickr.

Summary:
Working with chains on a car. The goal was to stabilise the upper car, and lift it in order to be able to access the patient in the car below. Lift was achieved using the hydraulic ram.